Schäbige Damen & Rüde Herren

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Gefährlich sind die blond Gefärbten

Hallo und guten Tag.

Berufsschule - was für eine fabelhafte Institution! Nicht nur, dass sie eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag im Betrieb bildet und man durch sie das eine oder andere erlernt, was sich während der Bewältigung diverser Arbeitsaufträge als nützlich erweist, man kommt zudem auch noch mit hilfsbereiten, aufgeschlossenen und munteren Mitmenschen in Kontakt und kann Gelegenheitsfreundschaften schließen.

So die Theorie.

Das es ist der Praxis oft anders aussieht, dürfte freilich nicht überraschend kommen. Nicht, dass ich meine Person ausklinken und als überlegender Dritter allwissend über andere urteilen möchte, aber es boten sich doch diverse Gelegenheiten einfach so melodramatisch den Kopf zu schütteln und allen Glauben an die Menschheit zu verlieren, dass ich nun nicht anders kann als mich im anonymen Internet darüber zu echauffieren.

Mir soll es hier um Heidi (Name von der Redaktion geändert) gehen. Heidi ist ein um die Körpermitte herum leicht korpulentes Wesen mit aggressiv blondierten Haaren, deren untere Hälfte aus Extensions besteht. Trotz der leicht auffälligen Make-Up-Schicht und ihrer seltsamen Angewohnheit, sich die Augen so zu schminken, dass dabei irgendwie auch die Farbe der Wimpern und der Augenbrauen verloren gehen wodurch sie stets ein wenig gepresst dreinschaut, wäre sie an und für sich keine allzu unsympathische Erscheinung. Sie hat ein sehr heiteres, vielleicht schon naives Lächeln und sie neigt zu tapsigen, fast plumpen Bewegungen. Aus mir jedoch unbestimmten Gründen scheint sie partout nicht dazu in der Lage zu sein, zu verbergen was für ein geistiger Tiefflieger sie ist.

Die Einstellung, die man einem anderen Menschen gegenüber hat, ändert sich je nach Einstellung, die dieser Mensch seinen Mitmenschen gegenüber besitzt. Ging ich zu Beginn also davon aus, dass sie einfach unbedarft ist und versehentlich zu schlecht sitzenden BHs greift, so warte ich inzwischen darauf das sie jemand öffentlich steinigt.

Heidi erweckt den Eindruck, dass sie fehlerlos durch das Leben geht und ein makelloses Erscheinungsbild besitzt. Diese für sie unumstößlichen Fakten erlauben es ihr, Maria (Name von der Redaktion geändert) zu beschimpfen. Selbstverständlich nicht von Angesicht zu Angesicht und jenseits einer Gefolgschaft, die sich kichern um sie herum versammelt, nein. Sie äußerte sich abfällig über Marias Körperfülle in der Gruppe mit anschließendem Gelächter und auffälligem Hinübersehen.

Was sagt man dazu? Selbstverständlich und als wäre es das Natürlichste auf der Welt nimmt sich Heidi das Recht heraus, andere hör- und spürbar zu diskriminieren. Sie vergisst spontan alle modischen Fauxpas ihrerseits, spachtelt sich weiter ihre malträtierte Haut mit möglichst deckender Paste zu und zeigt mit symbolischem Dreck unter den Fingernägeln auf andere. Dann gibt sie fortlaufend Kommentare darüber ab, dass sie einfache Additionsaufgaben nicht versteht und macht sich nicht die Mühe während des Unterrichts den Kopf vom Tisch zu heben. Nicht, dass mich ihr ständiges Versäumnis sich weiter zu bilden stört, nein, aber mir geht es um den Farbfleck, den sie auf diese Weise für die arme Putzfrau hinterlässt!

Was aber kann man gegen die Heidis da draußen tun? Meine Heidi ist nur ein Beispiel für all die Schönheitsköniginnen da draußen, die den Unterschied zwischen produktiver Kritik und ihrer wenig selbstkritischen Meinung erkennen. Ich rufe nicht dazu auf, alle Formen und Farben zu akzeptieren - ganz sicher nicht! Viel lieber möchte ich sagen: Bitte, bitte - trefft so bald wie möglich auf eine Person, die euch eure Selbstgefälligkeit aus der gepuderten Hackfresse prügelt. Oh ja, das sollte auf jeden Fall dazu gesagt sein!

Verständnis, Rücksicht und Toleranz - das war gestern. Dicke, dünne, hässliche und schöne Frauen so zu nehmen, wie sie sind, ist ein Modell, das jeder für sich auswerten und verwenden kann wie er möchte. Es lässt sich auch gern auf alle Randgruppen der Bevölkerung ausdehnen und jeder hat das Recht sich den Mund fusselig zu quatschen, wenn er über "mehr Miteinander" referiert. Ich jedoch finde, dass gerade solche verblendeten Heidis, die kein Einsehen in ihrer eigene Widersprüchlichkeit haben, mit der harten Faust der Erleuchtung traktiert gehören. Manchmal muss die Faust auch keine wirkliche Faust sein, auch, wenn das ein wenig die Freude bei dem einen oder anderen Vorgarten und Wohnsiedlungsschläger dämpft (na, na, ich will hier ja nicht zur Gewalt an Mitmenschen aufrufen!). Vielleicht genügt es ja schon der abgehobenen Miss Piggy den verbalen Mittelfinger zu zeigen und ihr klar zu machen, dass nur die Scheißhausfliegen anlockt, sollte sie noch weiter den Mund öffnen um ihren Dünnpfiff vom Stapel zu lassen.

Traut euch also euren Heidis die Meinung zu geigen. Das entspannt ungemein und macht das Berufs- und Schulleben um einiges erträglicher.

Was meine Feindsuche angeht, so bin ich im Übrigen natürlich noch nicht fündig geworden. Dafür braucht es leider mehr so eine Emily. Brünett, versteht sich.
30.10.13 20:32
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(30.10.13 21:17)
hervorragend!!

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